Basti Kördel
Seit fast genau einem Jahr trainiert Basti Kördel nun im Kompetenzzentrum für Gesundheit Ausdauer und Muskulatur. Wir wollten wissen, was sich in dem Jahr verändert hat und wie nun seine Zukunft nach dem Abitur aussieht. Die Redaktion hat Basti Kördel bei seinem Training befragt: Red.: Basti, endlich keine Schule mehr, wie sehen Ihre Zukunftspläne in sportlicher Hinsicht aus?
Basti: Ich werde auf jeden Fall meinen Fokus mehr auf das Surfen legen. Vielleicht gebe ich dieses Jahr sogar mein Debut im Worldcup, der Ranghöchsten Rennserie überhaupt. Spaß an meinem Sport und erfolgreich sein ist sowieso schon immer mein Ziel gewesen. Des Weiteren werde ich dieses Jahr so richtig im DWC angreifen. Diese Rennserie um die deutsche Meisterschaft zeichnet sich durch sehr professionelle aber auch anspruchsvolle Rennen aus. Außerdem gewinnt schon seit ich denken kann der Gleiche die Meisterschaft. Ich werde alles daran legen das zu ändern.
Red.: Denken Sie daran, Profi zu werden oder schwebt Ihnen eine ganz „normale“ Karriere vor? Basti: Normal? Bei mir wohl kaum! Ich werde immer meinen Sport machen und mich dadurch auszeichnen. Jedoch muss ich auch an meine monetäre Absicherung denken. Die Zeiten in denen man nur durch das Surfen gut leben konnte sind längst vorbei. Ich denke, dass ich die Eigenschaften, die ich mir durch meine Surfer Karriere angeeignet habe auch im Berufsleben anwenden kann. Zurzeit läuft gerade das Auswahlverfahren an meiner Traum-Uni. Der Studiengang heißt „Corporate Management and Economics“ und wird mich gut auf die Berufswelt vorbereiten. Da ich aber ein sehr kompetitiver Mensch bin werde ich immer meine Rennen auf dem Wasser ausfechten und hoffentlich auch öfter mal gewinnen. Das wichtigste bleibt aber der Spaß am Sport.
Red.: Sie waren im letzten Jahr wieder Vizeweltmeister, knüpfen Sie 2010 daran an? Basti: Da ich im Dezember 2010 zwanzig werde bin ich für diese Saison international aus der Jugend, die sich auf unter zwanzig jährige bezieht, ausgeschieden. Wenn ich nun auf internationalem Top-Niveau surfen will, muss oder besser darf ich mich mit Vollprofis messen, die schon Rennen gewonnen haben als ich noch nicht geboren war. In der ersten Saison unter die Top 3 zu fahren ist schlichtweg utopisch. Eine Platzierung unter den ersten 20 wäre schon eine riesen Sensation in der Surfbranche.
Red.: Jetzt haben Sie Ihr Abi in der Tasche, Gratulation. Was steht als nächstes an? Basti: Angedacht ist wie schon erwähnt eine Top Platzierung im Deutschen Windsurfcup. Darüber hinaus werde ich weiterhin in der Schweiz an Rennen teilnehmen. Letztes Wochenende fand zum Beispiel der Swiss Windsurfing Cup am Urnersee statt, welchen ich nach drei Rennen für mich entscheiden konnte. Auf lange Sicht gesehen, will ich den Deutschen Windsurfcup dominieren und mir international bei der Professional Windsurf Assosiation (PWA) einen Namen machen.
Red.: Wie bereiten Sie sich auf die Saison, auf einen Wettkampf vor? Basti: Im Windsurfen ist es extrem wichtig genügend Körpergewicht zu haben. Man könnte fast sagen: je mehr Gewicht, desto mehr Speed im Brett. Aber eben nur fast! Ein gut austrainierter Surfer ist, mit dem gleichen Gewicht immer schneller als jemand, der seinen Bauch als schwerstes Körperteil mit herumschleppt. Deswegen versuche ich im fazz-medicalfitness durch gezieltes Muskelaufbautraining meine Muskelmasse zu vergrößern um so mein Material bis ans Limit treiben zu können. Des Weiteren muss meine Ausdauer stimmen und ich muss gelenkig bleiben, was nur durch das richtige Ausdauertraining erreicht werden kann. Direkt vor einem Wettkampf werden bei mir immer ein bis zwei Pausetage eingelegt, um voll leistungsfähig zu sein, wenn es darauf ankommt.
Red.: Haben Sie auch Zeit für Muße, Entspannung, einfach mal nichts tun? Basti: Generell gesehen ist die Saunalandschaft im fazz-medicalfitness eine wunderschöne Sache. Jedoch hatte ich gerade in den letzten Wochen kaum Zeit für mein Training, geschweige denn für Entspannung in der Sauna. Mein Abitur stand an erster Stelle. Jetzt habe ich das komplette Programm wieder in Planung.
Red.: Herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Zukunft. |